08. September 2026

Parlament sagt klar Ja

Für die Realisierung der geplanten Überbauung ist eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung nötig. Der Grosse Gemeinderat von Spiez (Gemeindeparlament) hat die entsprechende Zone mit Planungspflicht (ZPP) Gygerrain / Faulensee am 7. September mit 20 Ja- gegen 9 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen.

Die Gegnerinnen und Gegner gaben unter anderem ihrer Befürchtung vor Mehrverkehr Ausdruck. Sie beurteilten die ZPP als «Sonderbehandlung» eines auswärtigen privaten Bauinvestors und kritisierten vor allem auch die Höhe des geplanten «Waldhauses» als unpassend für den Ort.

Die Befürworterinnen und Befürworter wiesen darauf hin, dass das Gelände bereits in der Bauzone liege und sowieso überbaut werde. Das vorliegende Projekt ermögliche eine kompakte qualitätsvolle Überbauung, wodurch der Steilhang grösstenteils grün bleibe.

Die zuständige Gemeinderätin Marianne Hayoz wies darauf hin, dass die Gemeinde der Bauherrschaft mit der ZPP diverse verbindliche Vorgaben – wie zum Beispiel eine Holzfassade – mache. Die Erarbeitung der ZPP sei für die Bauherrschaft kein Geschenk, sondern eine «Marathon» gewesen.

Zu reden gab im Parlament auch die KI-Visualisierung, welche die IG Gygerrain NEIN den Parlamentsmitgliedern im Vorfeld zugestellt hatte.

Die Visualisierung des geplanten «Waldhauses» ist in mehrfacher Hinsicht irreführend (zu hoch, falsche Farbe, falsche Position etc.). Gemeinderätin Marianne Hayoz verurteilte die Verbreitung von Falschinformationen und rief zu Sachlichkeit und Fairness auf.

Irreführendes KI-Bild – Richtigstellung